Vom Leben in Alfeld

Von A bis Z: Grüße hinterm Lenkrad

Alfeld - AZ-Redakteur Milan Bauseneik hat jüngst beobachtet, wie sich zwei Busfahrer zwischen Sibbesse und Lamspringe gegenseitig begrüßt haben. Eine ebenso feste wie ungeschriebene Regel in diesem Berufsfeld, an der sich alle ein gutes Beispiel nehmen können.

In ihrer Kolumne „Von A bis Z“ blickt die Redaktion der AZ auf die Anekdoten aus ihrem Alltag in Alfeld und dem Leinebergland. Foto: AZ

Alfeld - Vor wenigen Tagen erst war ich auf den Straßen zwischen Sibbesse und Lamspringe unterwegs, vor mir rollt ein Bus entlang. Dann kommt uns ein zweiter entgegen. Was machen die beiden Busfahrer, kurz bevor sie aneinander vorbeifahren? Richtig, sie grüßen sich. Bereits seit Kindheitstagen fasziniert mich diese ungeschriebene Regel, dass in jedem Fall gegrüßt wird, wenn sich zwei Busse begegnen – ich habe es noch nie erlebt, dass hinter dem Steuer die kalte Schulter gezeigt wird. Und vor allem als Kind habe ich unzählige Stunden im Bus verbracht, auf dem Weg zur Schule oder zurück. Sehr viele Fahrerinnen und Fahrer also, die ich beobachten konnte, sehr viele Begegnungen mit deren Kolleginnen und Kollegen – und genauso viele gegenseitige Grüße. Eine schöne Sache!

Eigentlich braucht es so etwas viel öfter: Solidarität und Anstand im gleichen Berufsfeld, selbst wenn man aus unterschiedlichen Betrieben kommt und in Konkurrenz zueinander steht. Denn am Ende wollen doch alle eigentlich das gleiche: sicher von A nach B zu kommen. Ob im Bus oder sonst wo.

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