Alfeld - Ich hasse Abschiede. Deshalb lasse ich sie einfach weg. Erwarten Sie von mir also keinen Abschiedsbrief. Nur ein kurzes Resümee meines vierwöchigen Aufenthalts im Rahmen meines Volontariats in Alfeld. Während Sie diese Zeilen lesen, befinde ich mich übrigens bereits im völlig verdienten Urlaub in Kopenhagen, bevor es zurück in die Hildesheimer Redaktion geht.
Was bleibt also von vier Wochen Alfeld? Es geht in der Stadt erstaunlich familiär zu. Während meiner Studienzeit in Hannover bin ich komplett untergegangen und in Hildesheim wirken alle dauernd gestresst – mich eingeschlossen. Hier regiert die erfrischende Direktheit. Man sagt kurz, was Sache ist, und macht weiter. Das Motto: „Nicht lang schnacken, Kopp in Nacken.“ Das gefällt mir als Nordlicht – wir sind ja ohnehin für wortkarge Effizienz bekannt. Zudem heißt es: „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“
Warum also das Drama einer Verabschiedung, wenn ich wahrscheinlich noch mal nach Alfeld komme? Heidi Kabel sang einst: „In Hamburg sagt man Tschüss – das heißt auf Wiedersehen.“ Und genau deshalb schweige ich jetzt lieber. Sie müssen mich sowieso noch mal ertragen – vor allem meine Kolleginnen und Kollegen.
