Alfeld - Vergangene Woche habe ich Ihnen von den Vorbereitungen für den Kindergeburtstag berichtet. Inzwischen kann ich vermelden: Die Feier war ein voller Erfolg. Die Kinder hatten Spaß, haben gespielt, gelacht und getobt. Genau so hatten wir es uns gewünscht. Am Abend allerdings fiel ich ins Bett, als hätte ich einen Marathon hinter mir. Mein Mann übrigens auch. Dabei war gar nichts Besonderes passiert. Es gab keinen großen Streit, keine Katastrophe und keine Langeweile. Stattdessen passierte das, was auf Kindergeburtstagen offenbar ständig passiert: Einer hatte Durst, die Nächste Hunger. Hier musste ein Pflaster her, dort ein aufmunterndes Wort. Jemand suchte seine Geschenktüte, jemand brauchte Hilfe und irgendwer hatte eine wichtige Frage, die natürlich keinen Aufschub duldete. Zwischendurch galt es, einen Schatz finden zu lassen, Getränke nachzuschenken, Essen vorzubereiten und den Überblick zu behalten. Ich war Bedienung, Organisatorin, Schiedsrichterin, Motivationscoach und gelegentlich auch Entertainerin – manchmal alles gleichzeitig. Das Erstaunliche daran: Die Kinder nahmen den Tag ganz anders wahr. Für sie war es einfach ein schöner Geburtstag. Und wahrscheinlich ist genau das das größte Kompliment. Wenn Kinder unbeschwert feiern können, hat im Hintergrund jemand ziemlich gute Arbeit geleistet. Als am Abend wieder Ruhe einkehrte, saßen mein Mann und ich erschöpft auf dem Sofa. Die Kinder hatten einen wunderbaren Tag. Zurück blieben Luftballons, Krümel und schöne Erinnerungen.
