Alfeld - Fahrschullehrer klagen verstärkt darüber, dass junge Fahrschüler, die sich für einen Autoführerschein anmelden, wenig Vorkenntnisse mitbringen. Es mangele am Wissen über die Bedeutung von Verkehrszeichen und die Vorschriften im Straßenverkehr. Mich wundert das wenig. Ich wohne in einer Nebenstraße, in einem Alfelder Wohngebiet mit Tempo 30. Da sollte den Fahrern klar sein: Es gilt Rechts vor Links. Was soll ich sagen – mindestens vier Mal pro Woche nimmt mir ein Autofahrer die Vorfahrt – und das meistens am frühen Morgen, vor dem Schulbeginn. Beim Blick ins Auto sehe ich in 90 Prozent der Fälle Erwachsene am Lenkrad, auf dem Beifahrersitz und auf der Rückbank Kinder und Jugendliche. Während der Fahrer starr geradeaus blickt, ohne auf meine Vorfahrt zu achten, schauen die jungen Mitfahrer starr nach unten. Sicherlich auf ein Handy oder einen Lernzettel für eine anstehende Arbeit. Wäre es nicht sinnvoller, wenn ihre Blicke auf den Fahrweg gerichtet wären, um Regeln und Vorschriften im Straßenverkehr zu lernen und sie im Idealfall den Fahrer auf die Vorfahrtsstraße hinweisen würden? Mit diesem Wissen wären weniger Fahrstunden nötig und so ließen sich die Kosten für den Führerschein senken.
Vom Leben in Alfeld
Von A bis Z: Mehr Wissen wäre gut
Alfeld - Was eine 30 in einem Verkehrsschild bedeutet und welche Vorschriften für Verkehrsteilnehmer damit in einem Wohngebiet gelten, das sollte jedem Fahrer klar sein. Das ist leider nicht immer der Fall, weiß AZ-Redakteurin Stephanie Marchall aus eigener Erfahrung.
