Alfeld - Ich gebe zu: Technik überfordert mich manchmal. Darum habe ich vor mehr als 38 Jahren auch einen Beruf ausgewählt, bei dem ich eigentlich nichts mit technischen Problemen zu tun haben muss. Wie gesagt, das ist lange her – damals verklemmte sich höchstens mal eine Taste bei der Gaby, das war der „Fakename“ für die manuelle Schreibmaschine. Heute ist alles anders, alles läuft digital – auch beim Shoppen, da hat mich die Reform des Bezahlens nun voll erwischt.
Lange habe ich die digitalen Kassenterminals für Selbstzahler gemieden, doch am Dienstag stand ich vor der Frage: Soll die weiße Sommerhose mit in meinen Kleiderschrank oder nicht? Wenn ja, musste ich mich der Technik stellen. Ich war mutig, die neue Hose zu schön, also rein in den Behälter an der modernen Kasse und den Bezahlvorgang starten. Zunächst lief alles wie am Schnürchen, brav folgte ich den Anweisungen des Displays. Innerlich freute ich mich schon, doch dann sollte ich die Sicherung der Hose entfernen, erst dann gilt der Einkauf als abgeschlossen. Ein kleines Bild präsentierte, wie das geht.
Sie ahnen, es hat nicht geklappt, auch nicht beim dritten Versuch. Ich muss ziemlich verzweifelt ausgesehen haben. Zum Glück bekam ich Hilfe von einem jungen Mädchen, gemeinsam sorgten wir dafür, dass ich meine Hose mit nach Hause nehmen konnte. Mit großem Dank verabschiedete ich mich von meiner freundlichen Helferin, die zugab: „Kein Problem, das ist mir auch schon passiert, die Technik funktioniert nicht immer.“ Mein Tag war gerettet.
