Alfeld - Eine Innenstadt kann man leider nicht im Warenkorb speichern. Man muss schon gelegentlich hingehen – und am besten auch etwas kaufen. Sonst wird es schwierig mit den schönen Schaufenstern und den Geschäften, die wir so gern direkt vor der Haustür hätten. Über den nächsten Leerstand zu schimpfen, während der Paketbote die neue Jacke bringt, hat jedenfalls eine gewisse Komik. Natürlich darf jeder online bestellen. Ich selbst bestelle auch viel im Internet. Aber wenn sich vor Ort jemand entscheidet, ein Geschäft zu übernehmen, verdient das mehr als ein anerkennendes „Schön, dass es euch gibt“. In Gronau steht ein solcher Wechsel bevor: Uwe Felgendreher gibt sein Modehaus Schlichtmann aus Altersgründen ab. Ein Nachfolger übernimmt den Standort und die sechs Mitarbeiterinnen. Hier geht also kein Laden wegen ausbleibender Kundschaft verloren. Vielmehr hat jemand rechtzeitig dafür gesorgt, dass es weitergehen kann. Die ersten Gespräche zur Nachfolge liefen bereits 2022. So ein Übergang lässt sich eben nicht zwischen Kasse und Kleiderständer nebenbei erledigen. Schön, dass es in Gronau weitergeht. Ob das auf Dauer gelingt, entscheiden auch wir beim Einkaufen mit. Meine Kollegin Stephanie Marschall hat mit dem bisherigen Inhaber gesprochen. Was an der Hauptstraße geplant ist, lesen Sie in ihrem aktuellen Artikel.
Vom Leben in Alfeld
Von A bis Z: Vom guten Zureden lebt kein Geschäft
Alfeld - Online bestellen und sich über leere Schaufenster ärgern: Das passt für AZ-Redakteurin Carina Mädge nicht zusammen. Der Inhaberwechsel beim Modehaus Schlichtmann in Gronau ist für sie ein Anlass, auch auf die Rolle der Kunden zu schauen.
