Alfeld - Vorweg muss ich sagen: Ich bin eine absolute Nichtraucherin. Als Jugendliche habe ich einmal an einer Zigarette gezogen, danach wusste ich nicht, wohin mit dem schrecklich schmeckenden Rauch in meinem Mund. Das war’s dann für mich mit dem Thema Rauchen. Bitte nicht falsch verstehen, mich stört es nicht, wenn jemand raucht. Auch mein Opa und mein Vater haben die Glimmstängel quasi nie ausgehen lassen. Das war in meiner Kindheit – ich bin ein Babyboomer – einfach üblich. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie stolz ich war, wenn ich für meinen Vater aus dem Zigarettenautomaten, der in der Nachbarschaft an einem Haus hing, eine Schachtel holen durfte. Wie einen Schatz trug ich das Eine-Mark-Stück (das ist kein Tippfehler) in meiner Hand bis zum Automaten. Dort stellte ich mich auf meine Zehenspitzen, um die Münze in den Schlitz zu werfen und die richtige Taste mit der Zigarettenmarke meines Vaters zu drücken. Mit der Schachtel in der Hand lief ich nach Hause. Tatsächlich eine Mark haben damals (Ende der 1960er-Jahre) die Zigaretten gekostet. Welche Preise die Raucher nach der bevorstehenden Erhöhung der Tabaksteuer bezahlen müssen, ist schon krass.
Vom Leben in Alfeld
Von A bis Z: Zigaretten für 1 Mark
Alfeld - Es ist schon bedenklich, wenn man sich die Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Genusswaren in den vergangenen sechs Jahrzehnten anschaut, findet AZ-Redakteurin Stephanie Marschall. Vor allem bei Zigaretten.
