Wettbewerb

Wer wirft den Tannenbaum am weitesten? Dehnser messen sich in sportlichem Wettbewerb

Dehnsen - Den ausgedienten Weihnachtsbaum von der Feuerwehr abholen lassen? Das ist den Dehnsern nicht spaßig genug. Sie messen sich lieber in einem sportlichen Wettbewerb und ermitteln, wer von ihnen die Tanne am weitesten werfen kann.

Joachim Hildebrandt ist erfahrener Tannenbaum-Werfer. Foto: Madlin Trümper

Dehnsen - Weihnachten ist längst vorbei und der Jahreswechsel gut überstanden. Das heißt auch: Der Weihnachtsbaum ist abgeschmückt und soll jetzt aus dem Haus. Während in vielen Dörfern im Leinebergland die Feuerwehr während des zweiten oder dritten Wochenendes im neuen Jahr umherzieht und die Tannenbäume fürs Osterfeuer einsammelt, haben sich die Dehnser etwas ganz anderes überlegt. Seit beinahe zehn Jahren messen sie sich in einem Wettkampf nach schwedischem Vorbild. Was es mit dem „Dehnser Knut“ auf sich hat und warum Sturmtief „Elli“ für eine kurzfristige Änderung beim Aufbau gesorgt hat, verrät Mit-Organisator Ralf Ahrens.

Wettkampf mit vier Kategorien

Seit fast einem Jahrzehnt verwandelt sich der Bolzplatz hinter der Dehnser Kirche zum Jahresanfang in eine kleine Wettkampf-Arena. An deren Rand türmen sich ausgediente Weihnachtsbäume – denn die kleinen Tannen werden zum Star des Tages, wenn sie meterweit durch die Luft fliegen. Das ist nämlich das Ziel des „Dehnser Knuts“, erklärt Ralf Ahrens. Er ist Vorsitzender des Schießsportvereins, der den Wettbewerb ausrichtet.

„Wir haben im Schnitt 40 bis 50 Teilnehmer. Viele finden das cool und es nimmt immer weiter Fahrt auf“, berichtet Ahrens. In vier Kategorien treten die Dehnserinnen und Dehnser gegeneinander an: Männer, Frauen, Jungen und Mädchen. Und wer den Baum am weitesten wirft oder schleudert, bekommt einen kleinen Preis.

Speerwurf oder Schleudern?

„Es gibt viele Wurftechniken“, erklärt der Vorsitzende des Schießsportvereins. Man könne sich etwa den Stamm auf die Schulter legen und ihn wie einen Speer werfen. Manche würden die kleine Tanne auch einfach an der Spitze packen, sich im Kreis drehen und den Baum fliegen lassen. Für Letzteres fehlt aber in diesem Jahr der Platz. Sturmtief „Elli“ sorgt nämlich in der Nacht zu Samstag dafür, dass der Bolzplatz hinter der Kirche mit einer dicken Schneeschicht bedeckt ist.

Deswegen wird dieses Mal in der kleinen Mulde zwischen der Kirche und dem angrenzenden Grundstück geworfen. Der begrenzte Platz tut den Wurfkünsten der Dehnserinnen und Dehnser aber keinen Abbruch. Joachim Hildebrandt, der bereits viermal den Wettbewerb gewonnen hat, macht den Anfang. An die 6,80 Meter, mit denen sich Walter Hebbel schließlich an die Spitze wirft, kommt er aber dieses Jahr nicht ran. Bei den Frauen holt sich Kerstin Schuster mit 3,90 Metern den Titel. Bei den Jungen bis 14 Jahren wirft Andreas Bleitner mit 4,15 Metern am weitesten. Lediglich Lea Hildebrandt verteidigt ihren Titel in der Kategorie Mädchen bis 14 Jahre und wirft mit vier Metern sogar noch weiter als im Vorjahr.

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