Hildesheim - „Es wird komplett bodenlos, versprochen“: Das kündigt Sophie Welack im Trailer zum „Sommerhaus der Normalos“ an. In der ersten Staffel der RTL-Reality-Show, die ein Spin-off des unter Trash-TV-Fans beliebten „Sommerhaus der Stars“ ist, nimmt sie gemeinsam mit ihrem Freund Hendrik Sünder teil. Die Medizinische Fachangestellte und der Klempner sind seit zweieinhalb Jahren zusammen und wohnen in Delligsen – und sind für die Dreharbeiten für kurze Zeit ins westfälische Bocholt gezogen, wo das „Sommerhaus“ steht.
Das Konzept der Sendung: Acht Paare leben gemeinsam in dem Haus und kämpfen um den Gewinn von 25.000 Euro. Dafür müssen sie Paar-Spiele und gegenseitige Nominierungen überstehen und werden rund um die Uhr von Kameras gefilmt. In der Star-Version treten Influencer, Schauspieler und andere Bekanntheiten gegeneinander an – in der „Normalo“-Variante sind es nun erstmals Menschen ohne VIP-Status. Welack und Sünder haben sich im Laufe der Staffel bereits gegen die meisten anderen Paare durchgesetzt und sind inzwischen bis ins Finale gekommen.
Vom „unbeliebtesten Paar“ ins Finale
Drauf gekommen, am „Normalo-Sommerhaus“ teilzunehmen, ist Sophie Welack durch einen Aufruf von RTL auf Instagram. Nachdem sie ein wenig Überzeugungsarbeit bei ihrem Freund leisten musste, drehten die beiden ein Bewerbungsvideo und reichten es ein. „Die Rückmeldung kam recht schnell“, erzählt die 22-Jährige. Es folgten weitere Gespräche mit der Produktion und Psychologen, dann war klar: Die Delligser sind dabei. Zwei bis drei Monate später begannen auch schon die Dreharbeiten, die beiden nahmen unbezahlten Urlaub von ihren Jobs und es ging los.
Seit Ende Februar ist nun wöchentlich eine neue Folge auf RTL+ zu sehen. Direkt in der ersten Episode gerieten Welack und Sünder in die Kritik. „Wir waren definitiv das unbeliebteste Paar“, sagt Welack: „Wir haben halt direkt unseren Mund aufgemacht und es gab Streit“. Die Quittung kam schnell: Im Stimmungsbarometer, bei dem die Paare angeben, wen sie für den Auszug nominieren würden, bekamen die beiden sofort die meisten Stimmen. „Danach haben wir lieber mit ein paar Leuten angebändelt, um uns gut zu stellen. Aber zum Glück haben wir dann das zweite Spiel gewonnen und uns damit vor dem Rauswurf geschützt“, erzählt Sünder. Denn: Als erstes Paar rausfliegen, das wollten die beiden auf keinen Fall. Sind sie auch nicht, im Gegenteil. In der achten und letzten Folge, die am kommenden Montag erscheint, wird sich zeigen, ob sie sich in den letzten Spielen sogar noch gegen die restlichen drei Paare durchsetzen und den Sieg holen konnten.
Leben im „Sommerhaus“: Eine Extremsituation
Die größte Herausforderung im „Sommerhaus“, das waren für die beiden aber nicht die Spiele, sondern das Zusammenleben mit den anderen Paaren. „Wir waren alle sehr unterschiedlich und konnten uns nicht aus dem Weg gehen. Das ist schon eine Extremsituation“, so Sünder. Streit gab es viel im Haus, „jeden Tag, jede Menge“. Das Paar habe damit aber recht gut umgehen können, mit den Psychologen der Produktion habe es nicht sprechen müssen, weil die beiden zueinander gehalten und sich miteinander über die Vorkommnisse ausgetauscht hätten. Angst vor dem sogenannten „Sommerhaus“-Fluch hatten die beiden dementsprechend nicht: Das ist in der Reality-TV-Szene ein geflügeltes Wort, da sich bereits mehrere Paare nach der Teilnahme an der Show trennten. Nicht so die Delligser, die kürzlich gemeinsam im Urlaub waren. „Unserer Beziehung hat das ’Sommerhaus’ nicht geschadet“, meint Sünder. Seine Freundin stimmt zu: „Im Gegenteil, es hat uns eher noch mehr zusammengeschweißt.“
Und so haben die beiden bei ihrer ersten TV-Show Blut geleckt und wollen künftig auch bei anderen Formaten mitmachen, nebenbei bauen sie ihre Instagram-Accounts aus. „Wir sind voll aufgegangen, das war eine geile Erfahrung“, sagt der 28-jährige Sünder. Ob sie schon bald in einer anderen Sendung zu sehen sein werden, dazu können sie derzeit noch nichts sagen. Interesse haben beide zum Beispiel an der Show „Couple Challenge“, wo Zweier-Tams gegeneinander antreten, aber Welack kann sich auch vorstellen, bei „Big Brother“ mitzumachen. „Oberklasse wäre natürlich das Dschungelcamp“. Und noch mal ins Sommerhaus ziehen? Für die Delligser keine Frage: „Das würden wir sofort machen, am liebsten schon morgen“. Bis dahin arbeiten sie erst einmal ganz normal weiter in ihren Jobs als Medizinische Fachangestellte und Klempner – und werden parallel immer häufiger in der Öffentlichkeit erkannt. Seltener im heimischen Delligsen – „hier kennen uns ja eh alle“ –, aber beim Shoppen in Hannover oder am Flughafen in der Türkei.
„Das Sommerhaus der Normalos“ ist auf RTL+ zu sehen, die achte Folge erscheint am Montag, 14. April.

