Alfeld - Die alte Alfelder Kultkneipe „Annas alte Liebe“ ist Geschichte. Aber die Geschichte der neuen „Alten Liebe“ hat begonnen. Genau genommen mit einer Abrissparty, also mit dem Adieusagen an das, was war und dem Willkommenheißen für das, was kommen soll. Wie berichtet, hat Oliver Schwartz das Etablissement in der Alfelder Altstadt übernommen. Schwartz erwarb das Haus am Klinsberg 1 vom bisherigen Eigentümer Volker Hampe – und er will jetzt „voll durchstarten“, wie er am späten Samstagabend bei der Abrissparty verkündete.
Gäste der Abrissparty wünschen gutes Gelingen
Einen Kneipenbetrieb wie bislang soll es aber nicht mehr geben, vielmehr möchte der in Wettensen lebende neue Eigentümer und Betreiber eine Event-Gastronomie anbieten. „Wir begrüßen seine Initiative und hoffen, dass es sich rentiert für ihn“, sagt Hans-Rüdiger, der mit seiner besseren Hälfte Ica am Samstag zu den ersten Gästen der Abrissparty gehört. Beide kennen Schwartz persönlich und wünschen ihm vom Herzen gutes Gelingen.
Zwei Frauen outen sich sogleich als langjährige Stammgäste der „Alten Liebe“. Sie bedauern, dass der Kneipenbetrieb so wie bisher nicht fortgeführt wird. Beide sind überzeugt, dass es sich an den Tagen Donnerstag bis Sonnabend gewiss lohnen würde. Und überhaupt gebe es in Alfeld ja kaum noch eine echte Kneipe – von einst etlichen allein in der Altstadt.
Bis Dezember soll der Umbau möglichst fertig sein
In der Nacht zum Sonntag war die Abrissparty wie eingebettet in das Alfelder Stadtfest und das sollte auch genau so sein, sagt Schwartz. Die eigentliche, die ganz praktische Arbeit beginnt jetzt für ihn: Der Biergarten soll klarere Konturen bekommen, die Küche modernisiert werden und insgesamt braucht „Anna“ neue Technik in vielen Bereichen. Der Felsenkeller soll wieder genutzt werden und in einem ist sich Schwartz ganz sicher, dass er das Kundeninteresse wecken wird: mit Braunkohl-Angeboten. Der 49-Jährige ist sich natürlich bewusst, dass viele Aufgaben zu lösen sind, um die neue „Alte Liebe“ ins Fahrwasser zu bringen. Bis Dezember will er es geschafft haben. Das wird sportlich – und das weiß er auch.

