Alfeld - Stefan’s Haifischbar ist der erste reine Gastronomiebetrieb im Leinebergland, der mit einem besonderen Gütesiegel ausgezeichnet wurde – ein Siegel, das besten Service für eine bestimmte Gruppe an Gästen verspricht. Dafür musste Betreiber Stefan Krentz vorab einige Dinge in seiner Bar anpassen. Der Alfelder Gastronom verrät, welche genau das waren.
Gastronomien müssen insgesamt 18 Kriterien erfüllen
Unterkunfts- und Gastronomiebetriebe, die besonderen Service für Wandergäste anbieten, können das Gütesiegel des Deutschen Wanderverbandes „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“ erhalten. Allerdings nicht einfach so, denn: Im Bereich Gastronomie müssen 18 Pflichtkriterien erfüllt werden, heißt es in einer Mitteilung des Vereins Region Leinebergland. Zu den Kriterien zählen unter anderem, dass Reinigungsmöglichkeiten für Wanderschuhe, Informationen zum Wandern sowie regionaltypische und vegetarische Gerichte angeboten werden müssen.
Und die vielen Pflichtkriterien haben es in sich: „Die größte Herausforderung für Gastronomiebetriebe bei der Zertifizierung sind die Öffnungszeiten. Die Betriebe müssen mindestens 25 Stunden pro Woche vor 20 Uhr geöffnet haben“, erklärt Eva Strecke, Tourismusreferentin des Vereins Region Leinebergland. Diese Öffnungszeiten könnten sich allerdings immer weniger Betriebe leisten. Deshalb passen die Mitglieder des Deutschen Wanderverbands den Kriterienkatalog für 2026 derzeit an.
Die Bar hat jetzt Fußabtreter und eine Wanderapotheke
Die Haifischbar von Stefan Krentz erfüllt schon jetzt alle 18 Kriterien. Der Gastronom bewirtet in seiner Bar häufiger Radfahrende und Wandergäste. Das hat ihn vor wenigen Monaten auch auf die Idee gebracht, sich auf das Siegel zu bewerben. „Unsere Öffnungszeiten und gastronomischen Angebote erfüllten direkt die Kriterien“, sagt Krentz. Fußabtreter und Wanderapotheke musste er hingegen erst noch besorgen. Und: „Ich habe meine Mitarbeitenden extra geschult, damit sie unseren Gästen Infos zu den hiesigen Wanderwegen geben können.“
Als Krentz das Siegel vor wenigen Tagen von Strecke überreicht bekam, war es für ihn zwar keine Überraschung, aber trotzdem Grund zur Freude. „Wir werden jetzt im Internet als Qualitätsgastgeber ausgewiesen“, zeigt sich Krentz stolz. Das Siegel hängt jetzt außen an der Bar. Und die Urkunde hat er an einen besonderen Platz am Eingang der Bar aufgehängt. Doch der Gastronom gesteht, dass er selbst nicht zu den passionierten Wanderern oder Radfahrern gehört. „Ich jogge lieber“, sagt Krentz.
