Alfeld - Für die Alfelder Bar- und Kneipenszene besteht offenbar Hoffnung. Mittlerweile ist klar, wie es in den Räumen von Annas alte Liebe und Lounge 7 weitergeht. Jetzt hat sich ein weiterer Alfelder Gastronom zu Wort gemeldet, der seine in Vergessenheit geratene Bar neu aufgelegt hat. Mit neuer Einrichtung und neuem Konzept will er sich einen Traum erfüllen. Das erwartet die Gäste.
Alte Sportsbar lebt durch neues Konzept auf
Der bekannte Alfelder Gastronom Hasan Dogan und seine Frau Firdes entschieden sich Anfang dieses Jahres, die Gastronomie im Alfelder Schwimmbad zum Jahresende abzugeben. Sechs Jahre haben die beiden dort Pommes, Eis und Getränke an die Badegäste verkauft. Firdes Dogan will sich künftig mehr um ihre Enkelkinder kümmern. Und der 57-jährige Hasan Dogan hat die Chance genutzt, um sich seinen Traum zu erfüllen: eine Sportsbar betreiben, die den Charakter einer Lounge hat und auch Nicht-Sportfans etwas bieten kann.
Lange suchen musste Dogan nach geeigneten Räumen in Alfeld nicht, denn er hatte ja bereits seit etwa acht Jahren eine Bar an der Holzer Straße: Das Cubanita ist eine spärlich eingerichtete Sportsbar mit Wettbüro gewesen – der Fokus lag auf Letzterem. Zumindest bis vor drei Jahren. Neue Auflagen besagten, dass das Wettbüro aufgrund der Nähe zur Bürgerschule nicht fortgeführt werden dürfe – sein Wettbüro musste also schließen. „Die Bar blieb zwar offen, ist seitdem aber eingeschlafen“, gesteht der Alfelder. Der Grund: Die Sportsbar war laut Dogan nicht einladend eingerichtet und sein eigener Fokus lag eher auf der Gastronomie im Schwimmbad.
Es werden nicht nur Fußballspiele gezeigt
Doch das sieht jetzt anders aus: „Ich habe dreieinhalb Monate renoviert, um aus dem Cubanita eine gemütliche Sportsbar mit Lounge zu machen. Und nein, es wird keine Darts-Bar“, ist es Dogan wichtig zu erwähnen. Denn: In Alfeld ist er vor allem als passionierter Dartspieler bekannt. Doch dieses Image will er ablegen, sich wieder einen Namen als Sportsbar-Betreiber machen.
Ein neuer Tresen mit Barhockern und Bildern an den Wänden dominieren den vorderen Teil des Ladens. Im hinteren Teil gibt es weitere Sitzmöglichkeiten und mehrere Bildschirme. „Auf unseren fünf Bildschirmen könnten wir fünf verschiedene Fußballspiele gleichzeitig übertragen“, berichtet Dogan. Dass er selbst großer Fußballfan ist, zeigt sich auch in der Bar: „Natürlich habe ich hier auch ein riesiges Poster vom Stadion des FC Bayern München aufgehängt und eine kleine VIP-Lounge für alle Vereinsfans eingerichtet.“ Doch in der Bar soll nicht nur nationaler und internationaler Fußball, sondern beispielsweise auch Tennis, Dart oder Formel 1 gezeigt werden – je nachdem, was sich die Gäste wünschen.
Mottopartys mit bunten Cocktails
Was neben den Sportübertragungen in einer Sportsbar auch nicht fehlen darf, sind die Getränke. Ob Cocktails mit oder ohne Alkohol, Kaffeespezialitäten oder ein klassisches Bier zum Feierabend – hinter seinem neuen Tresen bietet Dogan jetzt eine größere Auswahl als früher. Er selbst trinke selten Alkohol, doch wenn, dann einen Captain Morgan. Speisen bietet er im Cubanita allerdings nicht an. Der Grund: „Unsere kleine Küche gibt das nicht her, da wäre eine größere Investition notwendig.“ Dafür hat Dogan andere Pläne: Er will Mottopartys, Cocktailabende oder Grillevents im Hinterhof der Bar veranstalten – allerdings erst, wenn beim Fußball die Nebensaison beginnt.
Das Cubanita ist jetzt seit drei Wochen wieder geöffnet. „Natürlich muss sich die Neuauflage noch rumsprechen, aber schon jetzt kommen mehr Gäste als früher“, berichtet Dogan. Trotz dieser ersten erfolgreichen Wochen, sei es für ihn besorgniserregend zu sehen, dass in der Innenstadt auch viele Gastronomien ihren Betrieb aufgegeben haben. Er weiß, dass die junge Generation heute nicht mehr so oft von Kneipe zu Kneipe zieht, wie es vor einigen Jahren noch der Fall war. Aber Dogan sieht die Neuauflage auch als persönliche Herausforderung. Und er ist zuversichtlich, dass er die Alfelderinnen und Alfelder für seine Bar gewinnen kann.

